Wenn Normalität fehlt.



Nach dem Jubiläumsjahr und mitten in der Pandemie verzichtet das MSC Magazin 2021 auf große Rückblicke. Stattdessen dokumentiert es eine Zeit ohne Höhepunkte: fragmentiertes Vereinsleben, wirtschaftliche Realität und vorsichtige Bewegung unter Auflagen. Ein stilles Magazin über Zusammenhalt, Übergang und das Weitergehen ohne Jubel.
Redaktion & Konzeption · Editorial Design · Fotografie & Bildredaktion · Inhaltliche Dramaturgie · Sponsoring-Integration · Produktionssteuerung & Archivbildung
Wege, Abstände und Markierungen im Pandemiealltag. Bewegung unter behördlichen Vorgaben.
Dokumentation statt Feier.
Nach dem Erscheinen der 100-jährigen Vereinschronik im Jahr 2020 wurde zunächst bewusst auf ein separates Vereinsmagazin verzichtet. Die Umsetzung pandemiebedingter Vorgaben, organisatorische Belastungen und wirtschaftliche Einbußen – etwa durch wegfallende Einnahmen im Winterbetrieb – ließen wenig Raum für zusätzliche Formate. Zudem gab es kaum Anlass zum Rückblick. Zum Feiern war niemandem zumute.
Gleichzeitig entwickelte sich das Magazin zu einem Türöffner. Für Gespräche mit Sponsoren. Für Partnerschaften, die mehr suchten als die reine Platzierung eines Logos. Wer hier inserierte, war Teil des Geschehens – sichtbar eingebettet in den Alltag des Vereins, nicht nur präsent am Rand.
Leise weiter.
Erst 2021 kehrte langsam eine vorsichtige Normalität zurück. Das Vereinsleben erwachte unter Auflagen, leise und fragmentiert, aber spürbar. Das MSC Magazin 2021, das erst 2022 erschien, nahm diese besondere Zeit bewusst auf. Es verzichtete auf große Jahreshöhepunkte und konzentrierte sich stattdessen auf Stimmungen, Momentaufnahmen und kleine Zeichen von Zusammenhalt und Aufbruch.
Auf 80 Seiten entstand so kein klassischer Jahresrückblick, sondern ein Zeitdokument. Ein Magazin, das festhielt, wie ein Verein durch eine Phase ging, in der vieles anders war – und dennoch weiterging.
Maskenpflicht und Aufenthaltsregeln.
Zwei verhexte Jahren.
Nicht normal.
»Es ist schwer über das Tennisleben im Jahre 2021 im MSC zu berichten, ohne an das verfluchte Jahr 2020 anzuknüpfen. Ja, wir haben gelernt, einigermaßen mit dem »Covid-Virus« zu leben, uns damit zu arrangieren. Doch mehr auch nicht. Ich erinnere mich sehr genau an jenem Montag im Frühjahr 2020, als Michael Münker ad-hoc eine Krisensitzung im Verein zusammenrief. Ausgerechnet an jenem Tag empfand ich einen starken Hustenreiz. Mir war klar: Gerade jetzt war es kein guter Zeitpunkt zum Husten. Wer husten musste, wurde sofort verdächtigt. Ja, man entschuldigte sich direkt dafür – und ging auf Abstand.
ERST PLAYOFFS.
»Aus der Saison 2019/2020 wurde die Saison 2019/2020/2021.
Erst mit Playoffs und Playdowns. Dann schließlich mit Hinrunde, Rückrunde und doppelter Rückrunde. Eineinhalb Saisons statt einer regulären Saison. Anfangs dank Sondergenehmigung im Leistungssport, später dann – wie so viele andere Teams – nach Coronaschutzkonzepten. Und dennoch: Die Comeback-Saison nach über einem Jahrzehnt Bundesliga-Abstinenz sollte wohl einmalig sein.



























