Imperfektion im Imperfekt.




Das MSC-Magazin 2024 markiert einen gestalterischen Bruch. Imperfektion tritt an die Stelle von Routine, Handschrift gegen Glätte. Was als Weiterentwicklung begann, wird zum stillen Schlusspunkt einer langjährigen Reihe – nicht laut, sondern konsequent.
Redaktion & Konzeption · Editorial Design · Fotografie & Bildredaktion · Inhaltliche Dramaturgie · Sponsoring-Integration · Produktionssteuerung & Archivbildung
Widerstand gegen KI-Glätte.
Mit der Jahresausgabe 2024 löste sich das MSC-Magazin erstmals spürbar von einer gestalterischen Tradition, die über Jahre nicht nur die Magazine geprägt, sondern sie zugleich zunehmend eingehegt hatte. Bereits 2023 hatten sich neue Farbakzente neben der gelb-schwarzen Duochromatik etabliert. 2024 wurde dieser Ansatz konsequent weitergeführt: Die Farbwelt trat in einen engeren Dialog mit den Bildwelten, suchte zusätzliche harmonische Ordnungsebenen und erweiterte damit das erzählerische Spektrum des Magazins.
Damit begann auch ein interessantes Experiment. In einer Zeit omnipräsenter Künstlicher Intelligenz setzte das Magazin auf sichtbar menschliches Handwerk. Die natürlichen Linien handschriftlicher Kalligrafie standen in zelebrierter Dissonanz zur rechnerischen Perfektion vektorbasierter Formen. Postulierte Imperfektion wurde zum Ausdruck einer gestalterischen Attitüde und zu einem klaren Bekenntnis zum Menschlichen.
Ermüdung von Routinen.
Rückblickend deutete sich bereits hier an, dass diese Ausgabe die letzte ihrer Art sein würde – oder zumindest die letzte sein wollte. Inhaltlich veränderte sich im Jahresablauf wenig, wohl aber der Blick nach vorn. Die Perspektive auf 2025 versprach ein ereignisreicheres Vereinsjahr. Zugleich zeigte sich, dass die Voraussetzungen für eine Fortführung in dieser Form nicht länger gegeben waren.
So wurde das MSC-Magazin 2024 nicht nur ein gestalterischer Bruch, sondern auch ein stiller Schlusspunkt. Kein Abbruch, sondern ein bewusst gesetztes Ende.
Erst Freude, dann Enttäuschung. Wieder Freude. Jetzt Hoffnung.
Im Takt der Saison.
Aus der Redaktion.
»Ranglisten, Ergebnisse, Tabellenpositionen – das ganze Jahr über dreht sich vieles um Zahlen. Und davon gibt es reichlich. In der Sportberichterstattung kann es schon mal knifflig werden, wenn die 1., 2. oder 3. Mannschaft auf Platz 4, 5 oder 6 in der 1. oder 2. Verbandsliga steht. Der 2. Satz entscheidet oft das Match, in der 2. Halbzeit liegen die Nerven blank. 2024 war da keine Ausnahme: Von einem Punktspiel zum nächsten, während Freizeitspiele meist als Training dienen.
Welches Schema bringt den entscheidenden Treffer?
Ein Team wächst über sich hinaus.
»Kaum hatten sie die Jugend hinter sich gelassen, schafften sie mit der 1. Herren 2019 den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga – ein Moment, auf den der MSC elf Jahre lang gewartet hatte. 2008 waren manche von ihnen noch nicht einmal Minis. Nun, fünf Jahre später, traten sie zum vierten Mal in Folge an, um den Klassenerhalt zu verteidigen. Aus den Minis wurden Knaben, aus den Knaben Männer. Sie legten in allen Belangen zu: an Körperkraft, an Erfahrung, an Willensstärke. Doch auch die Konkurrenz schlief nicht – jede kleine Schwäche wurde bestraft.


















